[[00-Start|← Zurück zum Projektstart]] # Coole Senioren – Klimaanlagen für alle Bewohnerzimmer ## Worum geht es? Die Sommer werden heißer, und gerade ältere Menschen leiden besonders stark unter Hitze. Die Zimmer im Pflegeheim sind bisher nicht dafür ausgelegt, an heißen Tagen angenehm kühl zu bleiben. Wir haben deshalb untersucht, wie jedes Bewohnerzimmer mit einer festeingebauten Klimaanlage ausgestattet werden kann – was das kostet, wie die Kosten fair aufgeteilt werden können, und was dabei zu beachten ist. ## Was schlagen wir vor? Jedes der 30 Bewohnerzimmer (ca. 25 qm) erhält eine fest eingebaute Klimaanlage. Diese Geräte kühlen im Sommer und können zusätzlich in der Übergangszeit (Frühling/Herbst) beim Heizen helfen – sehr energiesparend, da sie mit wenig Strom vergleichsweise viel Wärme erzeugen. Die Ausstattung erfolgt für **alle Zimmer verpflichtend**, nicht als freiwillige Zusatzoption. Das macht die Umsetzung einfacher, schneller planbar und günstiger, als wenn jedes Zimmer einzeln entschieden würde. Zusätzlich errichtet das Heim eine eigene **Solaranlage (PV)**, die den zusätzlichen Stromverbrauch der Klimaanlagen vollständig deckt – dadurch entstehen keine laufenden Stromkosten für den Kühlbetrieb. ## Was kostet das? **Gesamtinvestition Klimaanlagen für alle 30 Zimmer: rund 113.850 €** (Mittelwert, inkl. 10 % Sicherheitszuschlag und Risikopuffer) **Zusätzliche Investition PV-Anlage: rund 15.750 €** (deckt den gesamten Mehrstrombedarf, dafür entfallen laufende Stromkosten) Für eine verbindliche Zahl braucht es konkrete Angebote von Fachbetrieben. ### Monatliche Kosten pro Bewohner Wird die Investition über die übliche Nutzungsdauer verteilt (Klimaanlage ca. 12 Jahre, PV-Anlage 20 Jahre), ergibt sich ein **monatlicher Betrag von rund 28,54 € pro Bewohner** – über das ganze Jahr gleichmäßig verteilt, da keine Stromkosten mehr anfallen und die Investitionsanteile ganzjährig konstant sind. Darin enthalten sind: - der anteilige Kaufpreis und Einbau der Klimaanlage - der anteilige Kaufpreis der PV-Anlage (ersetzt die früher separat kalkulierten Stromkosten) Die Wartung der Anlagen übernimmt das Heim zentral und ist in diesem Betrag **nicht** enthalten – sie wird nicht auf die Bewohner umgelegt. ## Wie wird das Geld eingesammelt? Die Kosten werden – wie bei anderen Investitionen im Pflegeheim auch – über die reguläre monatliche Rechnung an die Bewohner weitergegeben. Es handelt sich um eine übliche, rechtlich vorgesehene Möglichkeit für Pflegeheime, Investitionen dieser Art fair auf alle Bewohner zu verteilen. ## Bringt das auch im Winter etwas? Ja, zumindest in der Übergangszeit. Im Frühling und Herbst, wenn es draußen kühl, aber noch nicht richtig kalt ist, können die Klimaanlagen sehr effizient mit heizen helfen. Die Hauptheizung im Winter ersetzen sie aber nicht – dafür ist es an sehr kalten Tagen nicht effizient genug. ## Wie lange dauert der Einbau? Der Einbau in einem Zimmer dauert in der Regel **nur einen Tag**. Mit zwei Montageteams könnten alle 30 Zimmer in etwa **drei Wochen** ausgestattet werden. Das Ziel, alle Zimmer bis zum nächsten Sommer (2027) auszustatten, ist damit gut erreichbar. ## Gibt es Förderung vom Staat? Wir rechnen bewusst **ohne** staatliche Förderung. Der Grund: Förderprogramme können sich jederzeit durch neue Regierungsmaßnahmen ändern oder wegfallen – das lässt sich weder verlässlich planen noch für eine seriöse Kalkulation einrechnen. Ergänzend zeigt eine erste Prüfung ohnehin geringe Erfolgsaussichten: Fördergelder für solche Geräte gibt es in der Regel nur, wenn sie die Hauptheizung ersetzen – hier sollen sie aber nur ergänzend zur bestehenden Heizung eingesetzt werden. Auch ein Zuschuss der Pflegekasse ist für Bewohner in einem Pflegeheim gesetzlich ausgeschlossen. ## Was muss vor dem Start noch geklärt werden? - Vor-Ort-Prüfung, ob die Außeneinheiten überall problemlos an der Fassade montiert werden können - Prüfung durch einen Elektriker, ob die vorhandenen Steckdosen die zusätzliche Belastung sicher tragen - Genaue Angebote von Fachbetrieben für eine verbindliche Kostenkalkulation - Statik-Prüfung des Flachdachs für die Aufständerung der PV-Module - Klärung der Netzanschlusssituation für die PV-Anlage beim Netzbetreiber ## Kurz zusammengefasst | Frage | Antwort | |---|---| | Wie viele Zimmer? | Alle 30 Bewohnerzimmer, verpflichtend | | Was kostet es insgesamt? | ca. 113.850 € (Klimaanlagen) + ca. 15.750 € (PV-Anlage) | | Was zahlt der Bewohner im Monat? | ca. 28,54 € | | Deckt die PV-Anlage den Mehrstrom? | Ja, vollständig (100 % Eigenverbrauch) | | Wie lange dauert der Einbau? | 1 Tag je Zimmer, ca. 3 Wochen insgesamt | | Gibt es Förderung? | Nein, bewusst nicht eingerechnet (nicht planbar) | | Bis wann fertig? | Vor Sommer 2027 | --- **Status:** Entwurf für Kundengespräch **Version:** 1.2 **Letzte Aktualisierung:** 15.07.2026 19:00 Uhr ### Änderungshistorie | Version | Datum | Uhrzeit | Änderung | |---|---|---|---| | 1.0 | 15.07.2026 | 11:51 | Erstfassung – kundenverständliche Zusammenfassung mit Monatsmittelwert statt Sommer-/Nicht-Sommer-Unterscheidung | | 1.1 | 15.07.2026 | 18:45 | Begründung zur fehlenden Förderung präzisiert (Nutzervorgabe): nicht mehr „unwahrscheinlich", sondern bewusst nicht eingerechnet, da nicht planbar und jederzeit durch Regierungsmaßnahmen änderbar | | 1.2 | 15.07.2026 | 19:00 | Nachgezogen aus [[04-Preiskalkulation]]/[[05-Kostenmodell-Umlage]]/[[08-Management-Summary]]: Investitions- und Umlagezahlen auf aktuelle Mittelwerte umgestellt (Klimaanlagen 113.850 € statt 74.000–153.000 €, Bewohnerumlage 28,54 €/Monat statt 20–45 €/im Schnitt 32 €); PV-Anlage (15.750 €, deckt Mehrstrom vollständig) ergänzt, offener Punkt zur PV-Prüfung durch Statik-/Netzanschluss-Punkte ersetzt | --- [[00-Start|← Zurück zum Projektstart]] | [[Impressum|Impressum]] | [[Datenschutzerklärung|Datenschutz]]